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letzte Änderung: 09.10.2018, 15:27
Letzer Autor: Norbert Schrepf

8,8cm Flugabwehrkanone

8,8 cm Flak mit Schutzschild in Feuerstellung, im Hintergrund eine Halbkettenzugmaschine

Die 8,8cm Flugabwehrkanone (Flak) war im Verlauf des II. Weltkrieges nicht nur in der Abwehr gegen hoch fliegende Bomberverbände eine wirkungsvolle Waffe, sondern wurde auch im Erdkampf zur Panzerabwehr sehr erfolgreiche eingesetzt. Sowohl Hausser als auch Lineol hatten verschiedene Modelle dieser Kanone in ihrem Progamm.

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Entwicklung

Die 8,8 cm Flak war vor allem im Erdkampf eines der wirkungsvollsten und gefürchtetsten Geschütze des II. Weltkrieges. Tausende von feindlichen Panzern wurden damit abgeschossen, und auch bei der Verwendung als Flugabwehrwaffe wurden bedeutende Erfolge erzielt. Die Kanone war seit 1928 in der Entwicklung und wurde 1933 an die Truppe geliefert. Nach laufend durchgeführten Verbesserungen kam es 1937 zur Einführung der 8,8 cm Flak 36. Das Geschütz war bereits in Spanien während des Bürgerkrieges (1936-39) eingesetzt. Von den Typen 18, 36 und 37 waren bis August 1944 10.930 Geschütze im Einsatz. Der Munitionsverbrauch stieg von monatlich rund 500.000 Schuß in den Jahren 1941/42 auf 3.175.400 Schuss Ende 1944. Die "Achtacht", wie die Kanone von der Truppe genannt wurde, war bis Kriegsende im Einsatz. Die 8,8 cm Flak 41 kam mit ihrer ersten Serie nach Nordafrika. Im Februar 1945 waren davon noch 279 Geschütze im Einsatz. Für den Erdkampf war das Geschütz mit einem zusätzlichen Frontschild ausgestattet.

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Modelle

Mit der Einführung der 8,8cm Flak in die Wehrmacht, wurden bestand offensichtlich der Wunsch der Jugendlichen, die Spielzeugarmeen mit dieser neuen Waffe auszurüsten. Während die ersten Modelle nur sehr oberflächlich dem Vorbild glichen, waren die späteren Modelle gute Kopien des Geschützes.

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Hausser / Elastolin Flak

Hausser/Elastolin Modell, olivgrüne Nachkriegsversion

Unter der Katalognummer 1/748 bot Haußer ab 1934 eine Flugabwehrkanone an, die bedingte Ähnlichkeit mit der 8,8cm Flak aufweist. Dieses Modell hat jedoch noch nicht die für die 8,8 cm Flak typischen Seitenausleger, die dem Geschütz in Feuerstellung die notwendige Stabilität verleihen. Möglicherweise soll dieses Modell auch noch nicht die 8,8cm Flak darstellen.

Erst nachdem Lineol ein realistischeres Modell der Flak angeboten hat, scheint Hausser zu reagieren. In dem Preisblatt von 1938 wird zum ersten mal ein neues schweres Flugabwehrgeschütz unter der Nummer 748N angeboten. In einer maschinegeschriebenen Firmen internen Liste des selben Jahres findet dieses Geschütz ebenfalls Erwähnung. Leider ist es in beiden Quellen nicht abgebildet, so daß eine zweifelsfreie Identifizierung nicht möglich ist. Der Verkaufspreis für dieses Geschütz ist jedoch mit RM 13.50 in der maschinengeschriebenen Liste angegeben. Dies ist nahezu der doppelte Preis wie für das gleichartige Lineol Geschütz (RM 8.25). Möglicherweise hat Hausser seinem Modell wenig Marktchancen eingeräumt und daher auf die Produktion verzichtet. Statt dessen wird ab dem Jahre 1939 eine billigere Version eines Flugabwehrgeschützes unter der Nummer 748 1/2 für RM 6.25 angeboten. Dieses Modell läßt jedoch wiederum etwas an Detailtreue zu wünschen übrig. Vorteilhaft wirkt sich jedoch aus, daß es im Gegensatz zu dem Lineol Geschütz eher zum Maßstab der 7,5 cm Soldaten paßt. Dieses Modell wurde bis Ende des Krieges nur mit einem grauen Tarnanstrich ausgeliefert.

Nach dem Krieg wurde das Modell noch für einige Jahre weiter für die "Bundeswehr-Serie" produziert, erhielt jetzt aber den typischen olivgrünen Nachkriegsanstrich.

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Lineol Flak

Lineol Flak

1936 produzierte Lineol seine Version dieses Geschützes unter der Katalognummer 1230. Dieses Modell entsprach welches bei Weitem mehr dem Original. Nur der Maßstab war etwas größer als der der dazugehörigen 7,5 cm Soldaten. Wie es schein hat Lineol sein Modell in drei verschiedenen Versionen produziert:
  1. Mimikritarnung, mit einem Schraubmechanismus um das Geschütz auf- und abzuprotzen,
  2. Mimikritarnung, mit einem Schiebemechanismus um das Geschütz auf- und abzuprotzen,
  3. grauer Tarnanstrich, mit einem Schiebemechanismus um das Geschütz auf- und abzuprotzen.

Katalogabbildung der Lineol Flak mit Schraubmechanismus

Lineol Flak mit Schraubmechanismus

Lineol Flak mit Schiebemechanismus

Katalogabbildung des Vorderwagens

Katalogabbildung des Hinterwagens



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Tipp & Co Flak

Tipp & Co bietet in dem Katalog vo 1937 unter der Nummer 240 ebenfalls ein stark vereinfachtes Modell der 8,8cm Flak an. Wie bei dem erste Hausser Modell fehlen auch hier die Seitenausleger zur Stabilisation des Geschützes im Feuerkampf.

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