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letzte Änderung: 14.09.2018, 13:19
Letzer Autor: Norbert Schrepf

Panzerkampfwagen I (PzKw I)

Im Laufe des ersten Weltkrieges werden erstmals Panzer auf dem westlichen Kriegsschauplatz eingesetzt. Mit der Niederlage des Kaiserreiches wird Deutschland gemäß des Versailler Vertrages der Besitz und Entwicklung von Kampfpanzern verboten. Erst die Wehrmacht setzte sich über diese Bestimmungen hinweg und führte wieder Panzer im deutschen Heer ein. Im Rahmen des spanischen Bürgerkrieges wurde der PzKw I erstmals im Gefecht eingesetzt. Dabei zeigte sich jedoch bereits seine zunzureichende Bewaffung und Panzerung gegenüber den sowjetischen Panzern. Trotzdem wurde er noch zu Beginn des II. Weltkrieges durch die Wehrmacht eingesetzt, bis er 1941 endgültig ausgemustert wurde. Die verbliebenen PzKw I wurden anschließend als Waffenträger und Munitionstransporter umgebaut und fanden so eine weitere Verwendung.

Selbstverständlich produzieren auch die Spielzeughersteller für die vorhanden Figuren entsprechend Fahrzeuge. Während anfängliche Modelle den Originalfahrzeugen nur bedingt änhnlich sahen, wurden mit der Einführung des Panzerkampfwagen I erstaunlich detailierte Modelle produziert.

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Entwicklung

Der PzKw I (Sd. Kfz. 101) wurde bei der Wehrmacht in erster Linie als Übungsfahrzeug eingeführt, um den mechanisierten deutschen Einheiten als Übungsobjekt zu dienen, bis die Folgemodelle PzKw II, III und IV verfügbar waren. Krupp begann die Massenproduktion der Ausführung A ab 1934.

Der PzKw I wurde zuerst im spanischen Bürgerkrieg eingesetzt. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges setzt die Wehrmacht bei dem Feldzug gegen Polen über 1500 PzKw I ein. In den Folgejahren des Krieges sank die Anzahl der eingesetzten PzKfw I kontinuierlich aufgrund der erheblichen Ausfälle. Letztendlich wurde der PzKfw I aufgrund seiner unzureichenden Bewaffnung und Panzerung ausgemustert. Das Fahrgestell wurde jedoch noch weiterhin in einer Vielzahl von Fahrzeugen der Wehrmacht verwendet, wie zum Beispiel bei Selbstfahrlafetten und Panzerjägern.

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Technische Daten Ausführung A

Die Ausführung A des PzKw I war die erste in die Wehrmacht eingeführte Version. Charakteristisch für diese waren die vier Laufrollen für die Kette. Alle späteren Versionen haben noch eine fünfte Laufrolle.

Besatzung: Kommandant und Fahrer
Bewaffnung: 2 x MG13 (7,92 x 57mm)
Länge: 4,02 m
Breite: 2.06 m
Höhe: 1.72 m
Gewicht: 5,4 ton
Max. Geschwindigkeit: 39 km/h
Reichweite: 145 km Straße
97 km Gelände
Motor: 4 Zylinder Krupp M304, 57 PS
Baujahr: 1934-1936


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Lineol Modelle

Lineol Ur-Modell des PzKw I Lineol Ur-Modell des PzKw I
In dem Lineolkatalog von 1937 wird erstmals ein Modell des PzKw I (Ausf. A) präsentiert. Als Antrieb diente ein starker Uhrwerkmotor, der dem Fahrzeug auch das Überwinden von Hindernissen im 'Kinderzimmer' erlaubte. Bemerkenswert ist die funktionsfähige Nebelanlage, die ein Einnebeln während der Fahrt erlaubte. Hierfür wurden kleine 'Nebelpillen' in einen Trichter unter der aufklappbaren Frontpanzerung gelegt. Mit Hilfe eines Feuersteines wurden diese dann während der Fahrt entzündet (siehe Bedienungsanleitung 'Der Lineol Tank').

Die anfängliche Entwicklung des Lineol Tanks unterscheidet sich bei genauerer Betrachtung der ersten Abbildung von den final gefertigten Modellen. So besitzt dieses Modell noch Laufräder mit Speichen. Eine weitere Variante ist bekannt welche zum MG eine 2cm Kanone und eine gelochte Auspuffschalldämpferanlage hat. Es fehlen die sichtbaren Lenkhebel und die Vernebelungseinheit.

Neben diesem sogenannten "Urmodell" von Lineol, welches nur noch in Bildarchiven und Katalogen nachgewiesen werden kann, hat die Firma Lineol diesen Tank letztendlich in vier verschiedenen Ausführungen ausgeliefert:
  1. mimikri Tarnanstrich
  2. mimikri Tarnanstrich, Nebelanlage
  3. grauer Tarnanstrich
  4. grauer Tarnanstrich, Nebelanlage
Lineol Modell des PzKw I in Ausführung 2Lineol Modell des PzKw I in Ausführung 2
Lineol Modell des PzKw I in Ausführung 4Lineol Modell des PzKw I in Ausführung 4
Lineol Tank - KartonLineol Tank - Karton


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Hausser Modell

Hausser Tank Archivbild Hausser Tank Archivbild
In der Hausser/Elastolin Preisliste von 1938 wird unter der Nummer 737/2 ein neuer großer Tank angeboten. Unglücklicherweise ist dieses Modell jedoch in keinem der Kataloge abgebildet, so daß hier über das Aussehen dieses Fahrzeuges nur Vermutungen angestellt werden können. Sicher ist jedoch, daß sich in den Hausser Unterlagen die Abbildungen von einem PkKw I Modell befunden haben. Dieses Modell taucht gelegentlich im einschlägigen Handel auf und ist in Sammlerkreisen als der 'Hausser-Tank' bekannt. Es bleibt jedoch zu bemerken, daß dieses Modell aller Wahrscheinlichkeit nicht von der Firma Hausser hergestellt wurde, sondern von einem der zahlreichen Zulieferer.

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TippCo Modell

Tipp&Co Modell des PzKw ITipp&Co Modell des PzKw I
Als dritter namhafter Hersteller hat Tipp&Co ca. 1939 einen PzKw I hergestellt. Dieser ist jedoch vom Maßstab her gesehen etwas zu groß für die 7,5 cm Soldaten. Es handelt sich jedoch dabei um ein aufwendig gearbeitetes Modell. Ein starker Uhrwerkmotor sorgt für den notwendigen Antrieb und den Betrieb der Amorces-Feuerung der MGs. Bedauerlicherweise ist der Turm jedoch starr auf das Fahrgestell montiert, so daß sich damit keine Ziele anvisieren lassen.

Von diesem Modell sind zwei Varianten für die Farbgebung bekannt. Dabei waren die Farben immer auf des Blech gedruckt.
  1. mimikri Tarndruck
  2. grauer Tarndruck
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Lehmann Modell

Lehmann Mars - TankLehmann Mars - Tank
Ein weiterer durchaus erwähnenswerter Hersteller sind die Gebrüder Lehmann, welche ebenfalls einen PzKw I hergestellt haben. Er ist vom Maßstab etwas zu klein. Der Verarbeitung und Lackierung zur Folge gibt es sehr viele Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen im Vergleich mit dem Lineol Modell. Einige Indizien würden sogar dafür sprechen, dass Lineol's Modell gar von Lehmann gefertigt werden konnte. Dies kann jedoch bisher nicht mit Herstellerunterlagen belegt werden.

Lehmann Mars - TankLehmann Mars - Tank
Lehmann Mars - TankLehmann Mars - Tank
Lehmann Mars - TankLehmann Mars - Tank


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Literatur

  • Schmitt Günter, Verlag Mebanol:'' ... eine dokumentarische Hymne, gewidmet dem nostalgischen Blech, Erstes Buch, Panzer, artverwandte Vollkettenfahrzeuge,...

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